Europa bleibt belgischen Schweinefleischlieferanten treu

Von Januar bis Juni 2014 haben die belgischen Fleischlieferanten weltweit 366.057 Tonnen Schweinefleisch platziert. Gegenüber der Vorjahresperiode ist das ein Minus von 2,9 Prozent.

Der innergemeinschaftliche Schweinefleischhandel hat mit 330.274 Tonnen (minus 1,0 Prozent) nahezu das Vorjahresniveau halten können. Deutschland, als wichtigster Handelspartner der Belgier, orderte im ersten Halbjahr 138.011 Tonnen; gegenüber dem Vergleichshalbjahr 2013 ist das ein leichtes Minus von 2,9 Prozent. Polen hingegen kurbelte seine Nachfrage deutlich um 20,7 Prozent auf 73.375 Tonnen Schweinefleisch an. Das Land an der Weichsel baut damit seine Position als zweitwichtigster Kunde der Belgier weiter aus. Platz drei auf der Kundenliste wird traditionsgemäß von den niederländischen Nachbarn eingenommen, die ihren Bedarf um 6,9 Prozent auf knapp 28.000 Tonnen zurückgeschraubt haben.

Deutliche Einbußen mussten die Belgier auf Drittlandsmärkten hinnehmen: Die Nachfrage fiel insgesamt um 17,8 Prozent auf 35.783 Tonnen zurück. Dieser Rückgang geht maßgeblich auf das Konto der Russland-Sperre : dort konnten nur noch 1.706 Tonnen abgesetzt werden. Das erste Halbjahr 2013 hingegen schlug noch mit 12.924 Tonnen zu Buche. Mit 7.104 Tonnen bleibt Hongkong wichtigster Drittlandsmarkt. Auf den weiteren Rangplätzen folgen die Philippinen mit 5.217 Tonnen (+ 52,2 Prozent) und Südkorea mit 5.217 Tonnen (+76 Prozent).

„Summa summarum sind meine Landsleute im ersten Halbjahr mit einem blauen Auge davon gekommen“, kommentiert René Maillard, Manager von Belgian Meat Office die Halbjahreszahlen. „Das Russlandembargo hat den globalen Fleischhandel völlig durcheinandergewirbelt und den Ton auf der internationalen Schweinefleischbühne rauer werden lassen. Trotzdem konnte belgisches Schweinefleisch europaweit bestens punkten und seine Vorjahresposition nahezu halten.
In Bezug auf das Drittlandsgeschäft hat es sich als positiv erwiesen, dass Belgian Meat Office seit längerem die Internationalisierung der belgischen Handelsströme vorantreibt. So konnten im Laufe der Jahre neue Drittlandsmärkte erschlossen und Handelspartner gewonnen werden. Dies war wohl auch ein Rettungsanker im krisengeschüttelten ersten Halbjahr 2014.“

 

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